C vs. Python

Ein kleines Programm zum Strings umdrehen und ausgeben.


# time ( for i in seq 0 1000; do ./stringRev; done )
0,07s user 0,47s system 23% cpu 2,267 total

Python ist zwar sichtlich einfacher und hat in diesem Beispiel nur 10 statt 25 Zeilen ist aber Faktor 10 langsamer.


# time ( for i in seq 0 1000; do ./stringRev.py; done )
16,86s user 2,34s system 91% cpu 20,961 total

Ich mag beides gern :-)

Smartphone mit ohne Bildschirm

ich habe mein schönes Smarphone zerstört!
Jetzt kann ich meinen Bildschirm nur noch über VNC sehen. Und das geht so:

  1. Handy so fallen lassen, dass das Display nichts mehr anzeigt, aber der Touchscreen noch funktioniert (schwierigster Teil)
    Handy Kaputt
  2. weinen
  3. die Challenge akzeptieren!

    Mein Handy (war) ist ein HTC Desire mit CyanogenMod

  4. Die Android Debug Bridge (ADB) habe ich über die recovery Umgebung aktiviert.
    Trackball halten und Handy einschalten. Das Smartphone bootet dann in die recovery Umgebung (clockworkmod) (ist die nicht installiert kann man sie über fastbook flashen). Android Settings Database holen, manipulieren (ADB und WIFI einschalten) und zurückschreiben.
    # adb pull /data/data/com.android.providers.settings/databases/settings.db
    # sqlite3 settings.db
    sqlite> .tables
    android_metadata bookmarks system
    bluetooth_devices secure
    sqlite> .dump secure
    PRAGMA foreign_keys=OFF;
    BEGIN TRANSACTION;
    CREATE TABLE secure (_id INTEGER PRIMARY KEY AUTOINCREMENT,name TEXT UNIQUE ON CONFLICT REPLACE,value TEXT);
    ...
    sqlite> UPDATE secure SET value=1 WHERE name='adb_enabled';
    sqlite> UPDATE secure SET value=1 WHERE name='wifi_on';
    sqlite> .quit
    # adb push settings.db /data/data/com.android.providers.settings/databases/settings.db
    # adb reboot

    Nach dem Neustart läuft die ADB und das WLAN.
  5. VNC App finden (Onapis VNC) und über die Android Debug Bridge installieren. WLAN aktivieren, Bildschirm timeout abschalten und APP starten.
    # adb install OnapisVNC.apk
    # adb shell
    ~ svc wifi enable
    ~ svc power stayon true
    ~ am start -n org.onaips.vnc/.MainActivity
    ~ exit
  6. Mit dem Android SDK den Bildschirm über USB anschauen. Genauer mit dem Dalvik Debug Monitor (DDMS)(/tools/ddms)
    ddms vnc.
    Bei mir lies sich der Bildschrim nur einmal anzeigen, dann erst wieder nachdem ich die USB-Verbindung getrennt und wieder verbunden habe.
    Das Fenster lässt sich über “Device->Screen capture” öffnen.
    Eventuell muss man den Bildschirm noch entsperren, man sieht aber auf jeden Fall was dort angezeigt wird (auch schwarz, für AUS).
  7. Jetzt muss man der App nur noch über den Dialog die SuperSU rechte gewähren und den Dienst aktivieren (jeweils schrittweise, USB-unPlug-Plug-loop). Bei mir hat das länger gedauert weil meine DroidWall den Zugriff nicht erlaubt hat.
  8. Wenn alles geklappt hat kann man sich per VNC auf das Gerät verbinden.
    Handy Kaputt vnc
    Standard ist ohne Passwort. Man kann in den Einstellungen ein Passwort setzen und den Autostart aktivieren.
  9. Jetzt kann ich alle meine Daten sichern (Titanium Backup) und mein Handy weiter verwenden :-) .

Quellen:

http://stackoverflow.com/questions/10282484/android-adb-turn-on-wifi-via-adb

http://stackoverflow.com/questions/4567904/how-to-start-an-application-using-android-adb-tools

https://developer.android.com/tools/help/adb.html

http://techcrunch.com/2008/10/31/how-to-capture-the-screen-of-an-android-device/

“ich schreib’ doch darüber nichts wichtiges”

Gemeint sind WhatsApp, facebook, Google-Talk und all die anderen die so viel Gutes für die Menschheit tun. Die absolut selbstlos Dienste anbieten und die Privatsphäre der Nutzer respektieren und schützen.

Anstatt wieder zum Boykott aufzurufen habe ich mich entschieden einen Weg zu zeigen wie man den facebook-Chat durchaus benutzen kann. Man muss sich nicht unbedingt bei studivz und dropbox abmelden. Solange man sein Zeug, wenn möglich, ordentlich verschlüsselt und ansonsten bedacht Informationen preisgibt, kann man die Vorzüge, die die Dienste bieten, nutzen.

Eine Chat-Nachricht wird von euch an den facebook-Server gesendet und dieser liefert die Nachricht an den oder die jeweiligen Empfänger aus. Dabei ist der Weg zu facebook und von dort zum Empfänger verschlüsselt. Das Problem ist, dass facebook mitliest was ihr schreibt und das sogar archiviert.

Die Lösung ist, dass ihr euch eine Geheimsprache ausdenkt und nur noch in dieser Geheimsprache redet. Dann könnt ihr auch private Dinge problemlos besprechen und der Mark, seine Mitarbeiter und die US-Regierung können nicht lesen was ihr geschrieben habt.

OTR macht genau das. Die Nachrichten werden auf dem einen Computer verschlüsselt und erst beim Empfänger entschlüsselt. Die beiden Gesprächspartner authentisieren sich einmalig per Fingerprint und können ab da sicher kommunizieren. Zum Beispiel über facebook.

Wer die Chat-Logs praktisch findet kann sich freuen, man kann diese nämlich auch lokal auf dem Rechner speichern. Man verwendet dazu ein richtiges Programm, also nicht die Webapplikation von facebook, sondern richtige Software.
Zum Beispiel Pidgin, Gajim, Miranda, Psi, Xabber oder Jitsi.

Mein Favorit ist Jitsi, weil Jitsi keine Erweiterungen, Plug-Ins oder Konfigurationen braucht um OTR machen zu können. Außerdem wird AIM, facebook, Google Talk, ICQ, ippi, iptel.org, MSN, SIP, XMPP und Yahoo! unterstützt. Jitsi ist kostenlos und Open Source.

Es gibt ein schönes Video von aman1982 auf dem man sehen kann wie das funktioniert:

kurz zusammengefasst:

  • Jitsi herunterladen. Jitsi
  • Installieren (keine Sorge, bei der Installation werden keine Toolbars oder ähnlicher Mist installiert)
  • Jitsi starten und “Konto hinzufügen”
    neuesKonto
  • Bei “Netzwerk” den Eintrag “facebook” auswählen und den Benutzernamen aus der URL der persönlichen facebook-Seite kopieren. Zusammen mit dem normalen facebook-Passwort funktioniert die Anmeldung.
    login
  • Die Freunde erscheinen jetzt in der Liste. Nach Doppelklick auf einen Kontakt öffnet sich das Chatfenster. Dort ist ein kleines Schloss zu sehen welches die Verschlüsselung aktiviert. Vorausgesetzt der Andere verwendet einen Chat-Client der OTR unterstützt.
    aktivieren
  • Um die Sache ganz sicher zu machen müssen sich die beiden Gesprächspartner gegenseitig authentisieren. Zum Beispiel indem man die Fingerprints bei einem persönlichen Treffen oder am Telefon miteinander vergleicht.
    auth
  • Auf der facebook-Seite sind die Nachrichten, die mit OTR versendet wurden, im Message-Log nicht wie gewohnt archiviert.

Ein weiteres schönes Feature von Jitsi ist, dass man damit auch einen sicheren Audio- und Video-Chat hat. Die Verbindungsdetails werden als Nachrichten im facebook-Chat ausgetauscht, aber danach gibt es eine direkte, verschlüsselte Verbindung vom Einen zum Anderen. Jitsi ersetzt also auch Skype.

Kino raus DVD rein

Man kann Django Unchained jetzt auf DVD und Blu-ray kaufen. Voraussetzung ist, dass man ein optisches Laufwerk zur Verfügung hat. Das Lustige an der Sache ist, dass ich keinerlei Anreiz verspüre mir die DVD zu kaufen. Im Gegensatz dazu hätte ich die DVD Sofort gekauft, hätte es einen kleinen Stand am Kinoausgang gegeben.

Vor einigen Wochen war ich im Kino und hab mir Django Unchained auf einer riesigen Leinwand angeschaut und den Surround-Sound genossen. Als wir aus dem Kino raus gegangen sind, alle etwas breitbeiniger als sonst, dachte ich noch, “bor, jetzt die DVD kaufen”.

Von Theaterveranstaltungen kenne ich, dass es ganz gewöhnlich ist, dass der Künstler in der Pause und nach der Vorstellung Aufzeichnungen auf DVD verkauft.
Ich denke, dass das auch beim Kino-Publikum funktionieren würde.
Kino und DVD stehen doch in keiner Konkurrenz zueinander.

USB-Sticks sicher löschen mit Windows-Bordmitteln

Als ich mein Handy kurzzeitig verloren hatte und mir Sorgen um die Daten darauf gemacht habe sind mir auch alle USB-Sticks in meiner Tasche eingefallen. Ich hatte zum Teil absolut keine Ahnung was sich darauf alles befindet. Boot-Medium, Sneakernet, Fotos, Dokumente zum ausdrucken, …

Die USB-Sticks und mein Handy habe ich durchgeschaut und bin teilweise etwas blass geworden was man darauf alles finden kann. Vieles davon habe ich direkt gelöscht und den Rest mit encfs verschlüsselt. Die freien Speicherbereiche habe ich danach mit dd if=/dev/urandom of=dummy.file überschrieben.
Unter Linux gibt es noch mehr Möglichkeit zum sicheren löschen, http://askubuntu.com/questions/17640/how-can-i-securely-erase-a-hard-drive. Für OSX kann man ähnliches ebenfalls mit Bordmitteln erreichen und sogar in der grafischen Oberfläche: http://cliftondildy.com/how-to-securely-erase-an-external-hard-drive-or-usb-stick-mountain-lion-os-x/. Nur unter Windows scheint das Ganze nicht so einfach zu sein. Es gibt unendlich viele windige Tools die man sich herunterladen und installieren kann, die dann irgendetwas tun, aber es gibt keinen schönen Knopf Sicher löschen.

Wenn man nur den freien Speicher überschreiben will oder keine Administratorrechte hat gibt es das Kommando cipher welches mit folgenden Parametern ein Verzeichnis anlegt und darin Dateien, die lediglich Nullen enthalten, füllt bis das Laufwerk voll ist. Im Beispiel Laufwerk F:

cipher /w:F:\

Auszuführen in der CMD-Box.

Ein kleines Skript von mir lässt sich als BAT-Datei speichern und dann einfach ausführen. Es fragt dann den Laufwerksbuchstaben beim Benutzer an.

@echo off

echo ACHTUNG: bitte keine Fehler machen
echo Alle Daten gehen UNWIEDERRUFLICH verloren
set /p dev="Laufwerksbuchstabe: " %=%

cipher /w:%dev%:\%

LoseAllDataSoft.bat

[EDIT]
Die Einträge in der File Allocation Table bleiben dabei unberührt. Man kann also trotzdem sehen wie die Dateien hießen die vorher dort waren. Deshalb überschreiben Programme wie Shred nicht nur den Speicherbereich der sicher zu löschenden Datei, sondern benennt diese auch mehrfach um.
[/EDIT]

Will man das komplette Gerät überschreiben, um zum Beispiel Schadsoftware im MBR zu erwischen oder einfach um auf Nummer sicher zu gehen, wirds unter Windows schon schwieriger. Ohne Administratorrechte geht da garnichts.
Eine gute Möglichkeit ist diskpart. Das Windowsinterne Partitionierungswerkzeug.
Mein Skript fordert zunächst Administratorrechte an, vielen Dank an eneerge dafür, und fragt dann ebenfalls nach dem Laufwerksbuchstaben des zu löschenden Gerätes. (Obacht, das ganze Gerät wird gelöscht, nicht nur die einzelne Partition.) Danach wird ein Skript abgelegt welches dann an diskpart übergeben wird. Diskpart löscht alle Partitionen, bereinigt das Gerät, legt eine neue Partition an die den gesamten Speicher einnimmt und formatiert diese (gründlich).
Trotz, dass die Formatierung im Hintergrund weiter geht sollte man die CMD-Boxen solange geöffnet lassen, bis der Vorgang abgeschlossen ist; und den USB-Stick natürlich unbedingt eingesteckt lassen. Er kann zwar nicht zerstört werden, aber schwieriger zugänglich werden ;-) .

Beide Skripte benötigen je nach Kapazität und Schreibgeschwindigkeit häufig lange Zeit, sehr lange Zeit!!


@echo off

:: BatchGotAdmin
::
:: BY eneerge
:: https://sites.google.com/site/eneerge/scripts/batchgotadmin
::
:-------------------------------------
REM --> Check for permissions
>nul 2>&1 "%SYSTEMROOT%\system32\cacls.exe" "%SYSTEMROOT%\system32\config\system"

REM --> If error flag set, we do not have admin.
if '%errorlevel%' NEQ '0' (
echo Requesting administrative privileges...
goto UACPrompt
) else ( goto gotAdmin )

:UACPrompt
echo Set UAC = CreateObject^("Shell.Application"^) > "%temp%\getadmin.vbs"
set params = %*:"=""
echo UAC.ShellExecute "%~s0", "%params%", "", "runas", 1 >> "%temp%\getadmin.vbs"

"%temp%\getadmin.vbs"
exit /B

:gotAdmin
if exist "%temp%\getadmin.vbs" ( del "%temp%\getadmin.vbs" )
pushd "%CD%"
CD /D "%~dp0"
:--------------------------------------
:

echo ACHTUNG: bitte keine Fehler machen
echo Alle Daten gehen UNWIEDERRUFLICH verloren
set /p dev="Laufwerksbuchstabe: " %=%

@echo REM > skriptDatei.txt
@echo REM Laufwerk %dev% auswählen >> skriptDatei.txt
@echo SELECT VOLUME %dev% >> skriptDatei.txt
@echo REM Details anzeigen >> skriptDatei.txt
@echo DETAIL DISK >> skriptDatei.txt
@echo REM Laufwerk löschen, Fehler ignorieren >> skriptDatei.txt
@echo DELETE VOLUME NOERR OVERRIDE >> skriptDatei.txt
@echo REM Laufwerk bereinigen >> skriptDatei.txt
@echo CLEAN >> skriptDatei.txt
@echo REM Partition Anlegen >> skriptDatei.txt
@echo CREATE PARTITION PRIMARY >> skriptDatei.txt
@echo REM Partition auf empfohlenen Art formatieren >> skriptDatei.txt
@echo FORMAT RECOMMENDED OVERRIDE >> skriptDatei.txt
@echo REM Ende >> skriptDatei.txt
@echo EXIT >> skriptDatei.txt

diskpart /s skriptDatei.txt

del skriptDatei.txt

LoseAllData.bat
Den Download als .bat Datei ablegen und ausführen.
Das Skript löscht alle Partitionen vom Gerät, schreibt den MBR neu, legt eine Partition an die das ganze Gerät füllt und formatiert diese.

Wer sehen will was man wiederherstellen kann, vorher und nachher, kann zum Beispiel PC-Inspector-File-Recovery nutzen.

Nutzung der Skripte auf eigene Gefahr.

Jeder sollte einen Blog haben

Viele Reden über Vor- und Nachteile von Social Media. Ich finde jeder sollte einen Blog haben. Auf diese Weise wäre sich jeder bewusst, dass das was er schreibt von der ganzen Welt gelesen werden kann. Man könnte mit seinen Freunden in Kontakt bleiben indem man deren Blogs als RSS-Feed abonniert. So bleibt man auf dem Aktuellen Stand, weiß was den Kumpel beschäftigt. Privatere Dinge kann man dann per E-Mail oder Jabber besprechen, mit OTR oder GPG Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Welt könnte so einfach sein.

Stattdessen verlassen sich die Leute auf facebook und WhatsApp und sind sich dabei auch noch bewusst:

Ich schreib ja über facebook nichts wichtiges!!

Die Leute etablieren wissentlich eine Kommunikation in ihrem Freundeskreis der sie nicht vertrauen.

Dinge die ich nicht nachvollziehen kann!

Jeder Sollte doch wissen, oder mit Erschrecken feststellen, dass jeder der sich bei facebook anmeldet schon direkt nach der Anmeldung mit Vorschlägen für Freunde bombardiert wird die mit ihm vor Jahrzehnten auf die Grundschule gegangen sind und das allein durch den Namen der bei der Registrierung eingegeben wurde. Niemand kann mir erzählen, dass es ihm da nicht eiskalt den Rücken hoch und runter läuft.

Genauso bei WhatsApp. Nachrichten die man nicht löschen kann, die jeder Abhören oder fälschen kann, Benutzerkonten die man nicht los werden kann. Das alles sind Dinge die keinem gefallen.

Jeder der das gerne möchte kann von mir anonym einen Blog bekommen und hier Dinge schreiben. Ich kenne so viele Leute die interessante Dinge zu erzählen hätten und von denen ich gerne tägliche Updates hätte. Bitte erhört mich, ihr könnt was tun! Die Leute interessieren sich für die Dinge die ihr erlebt.

Es geht um freie Informationen und freies Wissen.

Samsung Ultrabook

schon länger bin ich auf der Suche nach einem Ersatz für meinen alten Lenovo X61, der mir lange sehr gute Dienste geleistet hat, aber mittlerweile trotz schlankem ArchLinux zu wenig Leistung hat.

Kriterien für den neuen Laptop:

  • ausreichend Leistung
  • 100% Linux kompatibel
  • transportabel, klein und leicht
  • mattest Display, möglichst hohe Auflösung

Dabei haben mich die gleichen Probleme ereilt wie sie viele andere haben, die in der heutigen Zeit neue Hardware brauchen. Die Anzahl an geschlossenen Systemen steigt stetig. Vernünftige Hardware ist selten geworden. Die Dinge sind zwar insgesamt günstiger als je Zuvor, aber ausgestattet mit secure Boot, proprietärer Hardware ohne freie Treiber und mit unbekannten Firmwares.

Lange Geschichte kurz erzählt, ich war im lokalen Saturn und hab mir die Geräte dort angeschaut. Ich hatte Glück einen Verkäufer zu finden, der tatsächlich gewisse Kompetenzen aufweist. So durfte ich dann auch von meinem eigenen USB-Stick Booten und zum Test mal das ArchLinux Installationsmedium starten. Normalerweise werden Leute die ähnliches versuchen des Hauses verwiesen oder bekommen sogar Hausverbot. So gehen die dort mit den Leuten um die den Service nutzen wollen den die Läden dem Internet voraus haben!

Durch ein lsusb, lsmod, lspci und ein paar weitere Kommandos die alle Linuxmenschen kennen habe ich herausgefunden, dass sich das kleine Ultrabook wohl gut mit Linux verträgt. Ein Blick ins BIOS verrät was dort für Einstellungsmöglichkeiten bestehen, zum Beispiel: EFI-Off, Boot Passwort, genaue Informationen über den verbauten RAM und Prozessor.

Im Endeffekt habe ich das Ultrabook fairer weise im Saturn gekauft. Für nicht ganz 700 € habe ich bekommen:

  • i5-3317U CPU @ 1.70GHz, 2,4 GHz Boost
  • 8GB 1666MHz RAM Dualchannel
  • 128 GB SSD
  • 13,3″ 1366×768 mattes LED Display
  • ausklappbaren Gigabit-Ethernet-Anschluss
  • Windows 7 Home Premium x64 (hat noch genau einen Start überlebt (wollte das Passwort fürs Saturn WLAN))

Nach wie vor bin ich sehr zufrieden. Der Samsung Series 5 ULTRA NP53U3C lies sich ohne Probleme mit ArchLinux installieren, läuft anstandslos und ist sehr leistungsfähig.

Ich hatte nicht erwartet ein Gerät von Samsung zu finden das meinen Ansprüchen genügt.
Es lohnt sich über den Tellerrand hinaus zu blicken und andere Hardware anzuschauen.

Wobei; Acer und Asus kann man wohl vergessen ;-)

Ein paar Zahlen für Leute die sich für die Kryptoleistung interessieren (truecrypt Benchmark 50MB):

Algorithm Encryption Decryption Mean
AES 1,8GB/s 2,0GB/s 1,9GB/s
Twofish 282MB/s 273MB/s 277MB/s
AES-Twofish 247MB/s 239MB/s 243MB/s
Serpent 145MB/s 152MB/s 149MB/s
Serpent-AES 136MB/s 142MB/s 139MB/s
Twofish-Serpent 95MB/s 94MB/s 95MB/s
Serpent-Twofish-AES 91MB/s 94MB/s 93MB/s
AES-Twofish-Serpent 91MB/s 94MB/s 94MB/s


$ lspci
00:00.0 Host bridge: Intel Corporation 3rd Gen Core processor DRAM Controller (rev 09)
00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation 3rd Gen Core processor Graphics Controller (rev 09)
00:14.0 USB controller: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family USB xHCI Host Controller (rev 04)
00:16.0 Communication controller: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family MEI Controller #1 (rev 04)
00:1a.0 USB controller: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family USB Enhanced Host Controller #2 (rev 04)
00:1b.0 Audio device: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family High Definition Audio Controller (rev 04)
00:1c.0 PCI bridge: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family PCI Express Root Port 1 (rev c4)
00:1c.3 PCI bridge: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family PCI Express Root Port 4 (rev c4)
00:1d.0 USB controller: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family USB Enhanced Host Controller #1 (rev 04)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corporation HM76 Express Chipset LPC Controller (rev 04)
00:1f.2 SATA controller: Intel Corporation 7 Series Chipset Family 6-port SATA Controller [AHCI mode] (rev 04)
00:1f.3 SMBus: Intel Corporation 7 Series/C210 Series Chipset Family SMBus Controller (rev 04)
01:00.0 Network controller: Intel Corporation Centrino Advanced-N 6235 (rev 24)
02:00.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8111/8168 PCI Express Gigabit Ethernet controller (rev 06)

$ cat /proc/cpuinfo
processor : 0-3
vendor_id : GenuineIntel
cpu family : 6
model : 58
model name : Intel(R) Core(TM) i5-3317U CPU @ 1.70GHz
stepping : 9
microcode : 0x12
cpu MHz : 799.000
cache size : 3072 KB
physical id : 0
siblings : 4
core id : 1
cpu cores : 2
apicid : 3
initial apicid : 3
fpu : yes
fpu_exception : yes
cpuid level : 13
wp : yes
flags : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic sep mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ss ht tm pbe syscall nx rdtscp lm constant_tsc arch_perfmon pebs bts rep_good nopl xtopology nonstop_tsc aperfmperf eagerfpu pni pclmulqdq dtes64 monitor ds_cpl vmx est tm2 ssse3 cx16 xtpr pdcm pcid sse4_1 sse4_2 x2apic popcnt tsc_deadline_timer aes xsave avx f16c rdrand lahf_lm ida arat epb xsaveopt pln pts dtherm tpr_shadow vnmi flexpriority ept vpid fsgsbase smep erms
bogomips : 3393.69
clflush size : 64
cache_alignment : 64
address sizes : 36 bits physical, 48 bits virtual
power management:

Lenovo X121e — ein Problembericht

Wer der Meinung war Lenovo kann man vertrauen und bedenkenlos kaufen täuscht sich leider. Ich habe auch so gedacht. Das Lenovo X121e Netbook hat mich eines Besseren belehrt.

Das Netbook ist mit einem 1,65 GHz AMD E-450 APU mit Radeon HD Grafik ausgestattet und mit 8GB RAM und 128 GB SSD erweitert. Die Produktbezeichnung von Lenovo ist 30515YG. Die Vertreiber haben das Betriebssystem weggelassen und netter weise ohne “Operating system” verkauft.

Windows 7 x64 installiert vom USB-Stick ohne Probleme. Diese fangen erst danach an. Die Hardware lässt dich durch keinen Standardtreiber verwenden. Keine vernünftige Grafik, kein LAN, kein WLAN. Es fühlt sich ein Bisschen so an, wie zu Windows XP Zeiten. Mit dem kleinen Zusatz, dass man nicht alle Treiber von der Lenovo Webseite herunterladen kann.

File not found.”

Das scheint vor allem für einige der x64 Treiber der Fall zu sein. Außerdem heißt es nicht, dass alles gut wird nur weil der Download funktioniert hat.

Dieses System erfüllt nicht die Mindestanforderungen für die Installation der Software.
Setup wird abgebrochen.

Und das trotz des schönen Auswahlfensters auf der Webseite, Gerät -> Serie -> Version -> Betriebssystem.
Andere Dinge lassen sich zwar installieren, aber der gewünschte Effekt tritt nicht ein. Auch danach wird die Hardware im Gerätemanager als nicht erkannt angezeigt.

Als zweiten Versuch habe ich Windows 7 32-Bit ausprobiert. Die Treiber scheinen alle verfügbar zu sein :-)
Eigentlich schade um die 8GB RAM, aber Hauptsache es tut!

Der Grund, warum ich ein Windows installieren möchte und kein richtiges Betriebssystem, ist, dass ich mir erhofft habe es würde besser funktionieren als ein Ubuntu. Bei der Installation von Ubuntu hatte ich erhebliche Schwierigkeiten weil wohl bei der Implementierung der Firmware des netten Kleinen ordentlich gepatzt worden ist. Auch nach mehrmaligem Versuch und zusätzlichem Gebastel wollte Ubuntu partout nicht Booten. Nach einer ganzen Weile hat sich dann herausgestellt, dass man die Sache mit dem EFI auf jeden Fall lassen sollte und dass man die Bootpartition mit Boot-Flag kennzeichnen muss. Die Sache mit der EFI FAT32 Partition ging sogar so weit, dass die Kiste gar nicht mehr zugänglich war. Nichtmal das BIOS-Menü war zugänglich, weil wohl Fehler in der EFI-Konfiguration waren. Erst durch Ausbauen der SSD und löschen der Festplatte lies sich das Problem beheben.

Mit ohne EFI und mit Boot-Flag und händischer GRUB Installation hat das Ubuntu dann doch getan und bis auf kleinere Performance schwächen und gelegentliche Komplettausfälle auch relativ gut funktioniert. Wohlgemerkt beim 2. Versuch! Der erste Versuch hatte gelegentlich Schwierigkeiten beim Laden der Firmware. Das hat manchmal überhaupt nicht funktioniert. Selbst ein sorgfältig installiertes ArchLinux, dem Besitzer nur unter Protest zumutbar (trotz Gnome 3 und hohen Support-Versprechen), hat die Sachen nicht dazu gebracht wie gewollt zu funktionieren.

Zurück beim Versuch die Hardware mit Windows nutzbar zu machen. Das Lenovo Solution Center (LSC) und das Lenovo System Update Werkzeug sind an der Stelle sehr Hilfreich. ThinkVantage ;-)
Mit diesen beiden Helfern kann man sich die Sache extrem erleichtern. Funktioniert aber auch erst wenn man eine Verbindung ins Internet herstellen kann!

Auf diese Weise habe ich einige Treiber installiert bekommen und ein BIOS Update durchgeführt, welches hoffentlich geholfen hat.
Trotzdem ist noch nicht alles Freude-Sonnenschein; wobei, wer braucht schon WLAN :-D lächerlich! Ein Netbook ohne WLAN; aber die neuen Laptops haben ja auch fast keinen Ethernetanschluss mehr.

Das kann man Endkunden nur schwerlich zumuten.

Auf der Anderen Seite muss man auch sagen, dass man, so sehr man sich auch zu Linux hingezogen fühlt, die Windows-Welt nicht vollständig ignorieren sollte (wenigstens wegen dem BIOS Update ;-) ).
Außerdem macht es auch irgendwie Spaß seinem System ständig beim Neustart zuzusehen.

Oh Schreck, mein Handy ist weg!

Mein letzter fast Herzinfarkt, der Moment in dem einem das Herz bis in den großen Zeh herunter rutscht, war am Freitag, als ich festgestellt habe, dass mein Smartphone nicht mehr in der Jackentasche ist.

Übereinstimmende Reaktion meiner Begleiter an dem Abend: “Böse Welt. Auf alles muss man aufpassen. Wer macht so etwas?”
Antwort: “ich habe es nur verloren. nichts gestohlen worden. ich werde rein gehen und es holen.”

Wieder in der Bar habe ich die Leute an unserem Tisch gefragt ob jemand ein Smartphone gefunden hat. Alle waren sehr hilfsbereit haben geschaut und gesucht. An dieser Stelle möchte ich einem jungen Mann danken, der mir sein neues iPhone zur Verfügung gestellt hat um mich selbst anzurufen. Auf Grund der Lautstärke durfte ich die Bar sogar mit dem Telefon verlassen!
Vielen Dank für dein Vertrauen und deine Hilfsbereitschaft.

Ich hatte Glück, mein Smartphone war gefunden worden und konnte an der Bar abgeholt werden.
Zwei Dinge sind mir in den 15 Minuten aufgefallen:
1. die Leute sind besser als sie einander einschätzen!
2. der Wert meines Smartphones war der geringste Teil meiner Sorge, viel mehr die Überlegung was alles auf meiner Speicherkarte zu finden ist!

IPv6 only

Was passiert, wenn man IPv4 abschaltet?

Alle reden nur davon, wie gut oder schlecht man ohne IPv6 leben kann. Ich habe versucht ohne IPv4 auszukommen!

Ich habe gogo6 als Tunnelbroker verwendet und IPv4 via IPTABLES blockiert

Man braucht natürlich noch einen v6 Nameserver

Als Erstes hab ich festgestellt welche Dienste vom meinem Server tatsächlich über IPv6 erreichbar sind und welche nicht :-D (ich war positiv überrascht :-P )

An der Stelle ein kleiner Hinweis:
IP6TABLES
ganz wichtig!

Danach fällt schnell auf, dass nur einige “Große” im Internet wunderbar über IPv6 erreichbar sind, aber die Meisten leider im Timeout verenden.
Traurigerweise sieht nicht einmal die Seite von gogo6 wirklich hübsch aus ohne IPv4.
(Die Elemente von api.ning.com sind nicht abrufbar.)

Alles was irgendwie Google ist funktioniert sehr gut, Wikipedia auch, DuckDuckGo aber leider nicht und viele viele andere Seiten auch nicht. Für die kleine Randgruppe die Facebook nutzt:
Facebook geht
2a03:2880:2110:df01:face:b00c:0:8

Ein Update von Arch-Linux läuft auch auf Anhieb sauber durch. Mehr als die Hälfte aller mirrors in meiner Liste sind über IPv6 erreichbar.

Ein einfacher Test, die DNS anfrage nach der IPv6 Adresse:

liefert mit folgendem Skript das Ergebnis, dass 67 von 120 Servern eine IPv6 Adresse haben.

Resümee:
Das Internet ist allein mit IPv6 leider nicht nutzbar :-(
Man könnte fast meinen IPv6 gibt es erst seit gestern. Institutionen die nicht dazu gezwungen werden es einzusetzen, um weitere IPv4 Adressen zu bekommen oder ähnliches, lassen die Finger davon.